Samstag, 21. Juli 2012

Glück, dass wir überhaupt hier sind!

Hallo!

Ihr fragt euch sicher, was diese Überschrift soll ... Unser Zubringerzug für den Nachtzug nach Madrid (von ca. 20 - 22 Uhr) fuhr von Porto Campanha (Hauptbahnhof) ab. Wir waren aber mitten in der Altstadt und da gibt es den Bahnhof Sao Bento. Von dort fahren S-Bahnen bzw. Regionalzüge alle paar Minuten nach Campanha (ca. 4-5 Minuten Fahrzeit).
Unser Zug fuhr um 19:52 Uhr in Campanha ab, beim Reservieren der Tickets für diesen Zug suchte uns der Angestellte einen Zug mit der Abfahrt in Sao Bento um 19:25 Uhr heraus (das war nämlich ein Regionalzug und da brauchten wir kein zusätzliches S-Bahn-Ticket).

Leider kam es, wie es kommen musste und ab ca. 19:20 stand wegen technischer Probleme alles still! Nach einiger Warterei im zur Abfahrt bereitstehenden Zug, fragten wir dann nach, was denn los sei (bereits ca. 19:40) und man schickte uns dann zu einer S-Bahn auf den Bahnsteig gegenüber, weil diese anscheinend noch Vorrang hatte, sobald eine Ausfahrt wieder möglich wäre!

Leider fuhr dann doch der Regionalzug zuerst und "unsere" fuhr erst um 19:47 Uhr los!!!! Aber mit schnell Rennen und etwas Glück, dass der Zug noch 1 Minute gewartet hat, konnten wir gerade noch buchstäblich auf den fahrenden Zug aufspringen! *puh* (Hauptsache wir waren schon seit 19 Uhr am Bhf und haben auf den Zug gewartet ...)

Nun noch kurz zur Fahrt nach Sevilla: Die Fahrt war sehr kurzweilig und problemlos, da wir die 8 Stunden im Nachtzug fast durchgeschlafen haben. In Madrid hatten wir dann 2 Stunden um uns etwas frisch zu machen, den Bahnhof zu wechseln und ordentlich zu frühstücken. Dann ging es noch einmal mit einem Schnellzug für 2,5 Stunden bis nach Sevilla!

Gestern war es zwar auch schon recht warm (der Pullover auf den Fotos täuscht, weil es einerseits als wir das Hostel verließen noch bewölkt war und andererseits vor allem direkt am Atlantik sehr, sehr windig war), aber heute hat es uns fast umgeworfen, als wir die klimatisierte Bahnhofshalle verließen --> 41° C!!
(Aber für einen Sommer in Sevilla nichts besonderes, denn normalerweise hat es zwischen 45 und 50 °)


In Sevilla war dann also Siesta angesagt *gg*
Wir nutzten die Zeit bis zur abendlichen Free-Walking-Tour um 17:20 zum Rasten, Wäschewaschen und Duschen.

Jetzt haben wir wieder saubere Sachen anzuziehen *gg*


Die Free-Walking-Tour ist hier in Sevilla zweigeteilt. Es gibt einerseits täglich um 11 Uhr (das machen wir dann morgen) eine Tour zu den größten Sehenswürdigkeiten und andererseits eine "abendliche" Tour, die vor allem die 2800 Jahre von der Gründung Sevillas bis heute aus geschichtlicher Sicht nahe bringt.

Daher haben wir leider etwas wenig fotografiert, aber dafür sind wir geschichtlich voll im Bilde ;-)
(Römer, Moslems, Reichtum aus Amerika, Inquisition, ...)

Gesehen haben wir u. a. Kathedrale von Sevilla, ehem. jüdisches Viertel, Platz Alfalfa, ehem. königliche Residenz, verwinkelte enge Gassen, Alcazar, ... und viel Legenden um die Entstehungen und Namensgebungen von Straßen, Plätzen usw.

Kathedrale von Sevilla - Turm war früher ein Minarett

größte Kathedrale der Welt, allerdings im Laufe der Jhd. "zusammengestückelt"

Alcazar (Rückseite des Palastes)

eine der unzähligen Gassen - die "Schmalheit" verhindert direkte Sonneneinstrahlung und somit hat es in den Gassen ca. 5 ° C weniger als außerhalb

auch die Plätze wurden mit den Gassen so verbunden, dass zumindest leichte Windzüge entstehen, die ein bisschen kühlen



Bei diesen 3 Bildern handelt es sich um eine Gasse! Die 3 verschiedenen Namen haben zwei Gründe: 1. sollten sie im ehem. jüdischen Viertel dazu beitragen, dass christliche Soldaten die Orientierung verlieren und 2. gibt es zu jeder Straße und (fast) jedem Platz mehrere Mythen bzw. Legenden, die für die Namensgebung verantwortlich sind!

Überreste des ersten römischen Bauwerks



Fast alle Häuser und Straßennamen haben eine Verbindung zum Christentum




Reiterstatue am Plaza Nueva
Alles Liebe und bis morgen!